Erste Eigenkreation »Sheabassu«

Nach drei Standardrezepten mit passablen Ergebnissen, war es an der Zeit, mein erstes eigenes Rezept zusammenzustellen. Vorläufig habe ich sie »Sheabassu« getauft, weil ich Babassuöl und Sheabutter unbedingt drin haben wollte. Die restlichen Öle habe ich mir anhand der Ölportraits in meinem schlauen Buch in einer abendfüllenden Session zusammengesucht. Die Namensfindung ist zugegebenermaßen noch ausbaufähig.

Mit Babassuöl als Schaumfett und Sheabutter als Konsistenzgeber hatte ich schon mal die festen Fette, die etwa 50% ausmachen sollten. Aber welche Öle dazu? Meine Haut liebt nachgewiesenermaßen Olivenöl, Sheabutter sollte im Zusammenspiel mit grünem Avocadoöl sehr gut sein, Rizinusöl soll schaumverstärkend wirken, … aber ein paar Prozentchen fehlten mir noch, damit die Rechnung aufging. In Ermangelung einer zündenden Idee und weil ich das noch da hatte, nahm ich doch wieder Rapsöl. Irgenwann konnte ich das Rezept ja anpassen, sobald ich ein Öl finden würde, das mir besser gefiel.

Damit hatte ich erst mal ein Rezept. Der Überprüfung auf Härte und Ranzanfälligkeit der Zusammenstellung hielt es erfolgreich stand. Ich hatte also wirklich mein allererstes eigenes Rezept! Lass die Korken knallen!

Also noch die benötigte NaOH-Menge berechnet, Farbe und Duft ausgesucht und es konnte losgehen.

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Ich hatte als Alternative noch violettes Mica und Fliederduft rausgesucht, aber ich wollte erst sehen, wie der Seifenleim mit der neuen Zusammensetzung wird. Nachdem Olivenöl ja schon grün und Avocadoöl noch grüner ist, konnte ich das mangels Erfahrung zwangsläufig nicht abschätzen. Und eine Kristallkugel habe ich nicht.

Der Seifenleim wurde aber nicht grün, sondern nur noch etwas gelber als bisher:

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Das Herstellen des Seifenleims klappte richtig gut. So langsam hatte ich die Vorgehensweise verinnerlicht. Da ich nur eine Farbe hatte - meine Wahl fiel doch auf das grüne Mica - ging das Färben recht schnell.

Damit war auch der Duft ausgewählt, nämlich das ätherische Edeltannennadelöl - grüne Seife, die nach Flieder duftet, passt für mein Empfinden einfach nicht zusammen. Das ätherische Edeltannennadelöl schien außer der Erzeugung des Duftes auch weiter keine Auswirkungen zu haben. Also konnte ich den Seifenleim in die Formen füllen.

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Drei lange Tage später - Die Warterei nervt immer noch! - konnte ich meine erste ganz eigene Seife ausformen. Da sie trotz der drei Tage noch recht weich wirkte, stellte ich die Einzelformen vorsichtshalber zwischen 30 und 60 Minuten ins Gefrierfach. Gefroren sollten sie sich noch leichter ausformen lassen, insbesondere bei filigranen Formen. Und das sieht doch schon mal ganz gut aus, oder?

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Die Aktion mit dem Enfrieren hat sich gelohnt. Diese drei Gesellen hier waren noch nie so schön wie dieses Mal. Auf diesem Foto kommt die Farbe auch sehr gut rüber.

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Inzischen sind schon einige weggewaschen und auch wenn mir der Edeltannennadel-Duft nicht wirklich zusagt, bin von der Seife an sich begeistert. Sie hat einen sooo schönen, cremig-weichen Schaum … Und auch wenn mein Göga mich mit meiner Begeisterung für schönen, cremigen Schmuseschaum gerne aufzieht, nimmt er sie inzwischen selber zum Gesichtwaschen … Hihihi


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