Herrenseifen-Trio (Dufttest)
Meine ersten Seifen waren inzwischen in Benutzung und sie hielten, was ich mir von ihnen versprochen hatte: ein rundum gutes Hautgefühl und kein lästiges Eincremen mehr nach der Dusche. Strike!
So rundum zufrieden kam ich auf die Idee, ich könnte doch zum nahenden Weihnachtsfest Freunde beschenken. Gut, böse Zungen würden das vermutlich »zwangsbeglücken« nennen, aber so hatte frau wenigstens einen hinreichenden Grund wieder zu seifeln - außerdem musste ich ja noch üben … Unschuldsmine aufsetz
Selbstverfreilich sollte kein Familienmitglied leer ausgehen, aber jedem die gleiche Einheitsseife zu geben war mir doch zu eintönig. Also brauchte ich verschiedene Seifen, die in Aussehen und Duft wahlweise für Damen, Herren oder Kinder geeignet waren.
Für die Kinder bot sich die »Green Apple« an, die durch die Lagerung bis Weihnachten noch milder werden würde. Die Teenies konnte ich getrost zu den Erwachsenen zählen und für die Damen hatte ich schon mal einige Seifen mit Maiglöckchenduft, sowie weitere Ideen. Um die bin ich sowieso nie verlegen.
Wie sieht aber nun eigentlich »Herrenseife« aus? … Meine Formen waren meist Blumen oder niedliche Tierchen. Und so beschloss ich, dass es Zeit war, meinen Dividor einzuweihen. Ein schlichtes, quaderförmiges Stück Seife, das gut in der Hand lag, in einer ansprechenden Optik klang ganz gut.
Ach ja, ein »Herrenduft« wäre auch nicht schlecht. Meine Männer sind dahingehend ja relativ schmerzfrei, aber gegen Seifen, die nicht ganz so blumig und feminin duften haben sie natürlich auch nichts. Zum Glück hatte ich inzwischen Herrendüfte in kleinen Testmengen organisisert. Aber welchen nehmen? Die hatten so vielsagende Namen wie »Android«, »Bossa Nova«, »Clear Sign«, »Man in a Bottle«, … Da kann man sich ja viel darunter vorstellen.
Warum nicht mehrere? Den Dividor konnte ich recht einfach dritteln. Im Seifenleim dritteln hatte ich ja nun schon Übung und diesmal würde ich bestimmt nicht wieder einen Duft vergessen. So suchte ich selbst einen »orientalischen« Duft aus und meine Männer durften sich jeder einen Duft und eine Farbe aussuchen, die ihnen gefielen.
Als Rezept diente wieder meine »White Cloud«:
- Fette: Babassuöl, Macadamianussöl, Sheabutter, Sonnenblumenöl h. o., Rizinusöl, Cupuaçubutter
- 10% LU
- Farbe: Mica in »Brown«, »Purple« und »Sky Blue«
- Duft: PÖ »Marrakesch«, »Arabesque« und »Clear Sign«
Hier die angerührten Farben:

Ich hatte kurzfristig beschlossen, mit allen sechs Messkannen zu arbeiten und jeweils noch weißen, unbedufteten Seifenleim beiseitezustellen, mit dem ich den gefärbten »verswirlen« wollte.
Gesagt - getan! Frisch eingefüllt sah erst mal alles sehr vielversprechend aus, nur das Violett schien sich irgendwie zu verändern:

Beim Ausformen bot sich ein nicht ganz so zufriedenstellendes Bild:

Hier die »Marrakesch«, statt in einem warmen, erdigen Rotbraun in einem zu hellen Rotbraun mit einem Stich ins Altrosa - der sich auf diesem Foto natürlich dezent versteckt Grummel!:

Hier die »Arabesque« in … äh … quasi … ultraviolett - so “ultra” dass man’s nicht mehr sieht:

Und hier die »Clear Sign«, die ein deutliches Zeichen setzte, dass Seifendüfte auch mal echte Teamplayer sein können, in hellblau wie gewünscht:

Wobei sie sich als Trio auch ganz gut machen, finde ich:

Die Düfte sind dezent, aber uns gefallen sie alle. Eine Seife in der Lieblingsfarbe violett kam gleich wieder auf die Tapete, und sollte ich irgendwann wieder das PÖ »Arabesque« verwenden, weiß ich, dass ich mir da jedwede Farbe sparen kann.