»Happy Halloween«
Das Halloween-Wichteln stand wieder an und ich konnte es nicht lassen, diesmal wieder mitzumischen.
Folglich brauchte ich eine Seife, die zum Thema passte und die ich im Forum noch nicht gezeigt hatte. Da ich im Bestand nichts Geeignetes fand, hieß es: Ran an die Töpfe!
Als ich auf Formen für kleine Halloween-Seifen mit geschnitzten Kürbissen und anderen netten Motiven stieß, begann die Idee sich langsam zu entwickeln.
Und wenn schon Kürbisse als Form, dann war das doch die perfekte Gelegenheit, endlich mal Kürbiskernöl auszuprobieren.
Also stellte ich ein entsprechendes Rezept zusammen:
- Babassuöl, Sheabutter, Distelöl h. o., Kürbiskernöl, Cupuaçubutter, Rizinusöl
- 10% LU
- Farbe: —
- Duft: PÖ »Mountain Pine«
- Sonstiges: Rosskastanien-Auszug (LF), Zitronensäure, Salz
Von der letzten Haarseife hatte ich noch einen guten Teil Rosskastanien-Kaltauszug eingefroren, der für diese kleine Charge problemlos reichen würde. Eine Idee, die mir für eine herbstliche Seife mit Kürbiskernöl sehr gut gefiel. Damit stand auch die Laugenflüssigkeit fest.
Lediglich der Duft war ein Problem, da ich einen aus meinem Bestand verwenden wollte, um selbigen abzubauen. Schlussendlich fiel meine Wahl auf das etwas herbe PÖ »Mountain Pine«.
Extra färben wollte ich nicht.
Sobald alle Zutaten beisammen waren, konnte es losgehen.
Als ich beim Abwiegen der Fette die Flasche mit dem Kürbiskernöl öffnete, verbreitete sich ein dermaßen leckerer Duft nach den gerösteten Kürbiskernen, dass mir glatt der Magen durchhing. Sollte ich mal was Appetitanregendes brauchen, werde ich einfach an diesem Öl schnuppern … sabber …
Die Farbe des Kürbiskernöls ist ebenfalls sensationell: ein so wunderschönes ganz, ganz dunkles Schwarz-Rot, das ich unbedingt im Bild festhalten musste.

Aber auch geschmolzen hatten die Fette eine so hinreißende, intensive Farbe.

Eine Seife in diesem Rotton wäre der Hit! träum … Allerdings war mir bereits klar, dass sie braun werden würde. Die Frage war nur wie braun.
Das Einformen ging ohne Probleme, weil der Seifenleim sehr lange flüssig blieb. Was allerdings auch zur Folge hatte, dass die Seife sehr lange sehr weich blieb und erst nach 12 Tagen und Tiefkühlen aus der Form zu bringen war - notgedrungen, da der Versandtermin näherrückte.

Frisch ausgeformt waren die Seifenstücke noch sehr hell, dunkelten jedoch binnen Minuten nach.

Die Seifenstücke blieben relativ lange weich und fühlten sich minimal klebrig an. Eine Ursache konnte ich bislang aber nicht ausmachen.
Alles in allem bin ich trotz der Sodaasche-Schicht ganz zufrieden mit dem Ergebnis dieses für mich recht kurzentschlossen durchgeführten Experiments.


Ich bin gespannt, wie sich die Seife wäscht. Bis dahin dauert es noch eine Weile.