Geometrische Seife »Rhombus« - Teil 2
Noch mal zur Erinnerung:
Der Plan
Rhombenseife in zwei Blautönen und weiß mit einem angenehmen Herrenduft
Die Ingredienzen:
- Fette: Olivenöl, Babassuöl, Sheabutter, Avocadoöl, Rizinusöl, Cupuaçubutter
- 10% LU
- LF: 30% (statt der üblichen 33%, die ich bisher verwendet hatte)
- Farbe: »natur«, Mica in »Pearl Ocean Blue« und »Pearl Luster Blue«
- Duft: PÖ »Clear Sign«
Die Realisation - Rhombus, Runde 2
Nach dem Blitzbeton von Runde 1 entschloss ich mich, von 28% Laugenflüssigkeit doch auf die ursprünglich geplanten 30% hochzugehen. Zu groß wollte ich die Differenz zur ersten Seife nicht wählen, um keine allzu großen Seiteneffekte beim Trocknen mit unterschiedlichen Wasseranteilen zu bekommen.
Also wieder Seifenleim hergestellt, diesmal mit Mica in »Pearl Luster Blue« gefärbt und den Dividor wieder bereitgestellt. Würden die 30% für ein besseres Arbeiten reichen? Ich hoffte es …
Tatsächlich lief das Eingießen dieses Mal besser. Ich konnte den Seifenleim zumindest komplett eingießen. Zum Glattstreichen brauchte ich dann zwar wieder meinen Teigschaber, aber der funktionierte auch hier wieder sehr gut. Es gelang mir sogar, ein paar kleine Luftbläschen aus der Seife zu klopfen.
Mit Folie und Deckel zugedeckt durfe der Dividor samt Inhalt, wie schon in der ersten Runde, in den Keller zum Verseifen und Aushärten. Auch diesmal wurde das Ganze ziemlich warm. Es lief dahingehend also alles wie beim ersten Mal - was für das Ergebnis von Vorteil sein dürfte.
Erfreulicherweise konnte ich auch die zweite Seifenplatte zwei Tage später ausformen und nach einigen Stunden Trockenzeit schneiden. Sogar das Anzeichnen klappte diesmal besser Und ohne Brille!:

Sie ließ sich genauso gut schneiden, wie die erste. Ja, ich schaffte es sogar, einen erneuten Schärfetest zu vermeiden. Die fertig geschnittene Seife sah wie die erste sehr gut aus:

So ziemlich alles war besser gelaufen als beim ersten mal. Dennoch gab es etwas, das mich störte: die Farbe! Der Blauton auf den Fotos trifft die Realität leider auch hier nicht.
Ich hatte zwei Blautöne ausgesucht, die sich deutlich voneinander unterschieden. Doch trotz gleicher Dosierung war der Farbunterschied in der fertigen Seife zwar vorhanden, aber nicht annähernd so, wie ich ihn erwartet, geschweige denn gewollt hatte. Die Micas liegen hier übrigens auf der Seifenplatte aus Runde 1 …

Auch das zweite Holztablett durfte zum weiteren Trocknen in den Keller. Und ich begann darüber zu sinnieren, wie ich nun weitermachen wollte …